Statistik

Sternzeichen-Häufigkeit bei deutschen Geburten: Was die Statistik zeigt

Sind alle 12 Sternzeichen gleich häufig vertreten? Wir werten die deutsche Geburtenstatistik aus und zeigen den Sommer-Sternzeichen-Vorteil.

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Astrologie-Buch mit Sternzeichen-Symbolen auf dunklem Untergrund
Illustration: AKARA Solutions / Gemini-generiert

Astrologisch sind alle 12 Sternzeichen gleichberechtigt, jedes umspannt 30 Tage des Sonnenjahres. Statistisch sieht die Verteilung in Deutschland aber anders aus. Manche Sternzeichen kommen deutlich häufiger vor, weil die zugehörigen Geburtsmonate selbst geburtenstark sind. Wichtig: es gibt keine offiziell-amtliche Sternzeichen-Statistik in Deutschland (weder Destatis noch BiB erheben dieses Merkmal). Die unten genannten Anteile sind eigene Schätzung auf Basis der Monats-Verteilung der Geburten.

Die Verteilung der Sternzeichen in Deutschland

Da die Sternzeichen-Übergänge mitten im Monat liegen (meist um den 21.), überschneiden sich Sternzeichen-Periode und Kalendermonat. Die zwölf Sternzeichen verteilen sich nach Auswertung der Destatis-Daten 2014-2024 in etwa wie folgt:

SternzeichenZeitraumAnteil an deutschen Geburten
Steinbock22.12. - 19.01.ca. 8,2 Prozent
Wassermann20.01. - 18.02.ca. 7,5 Prozent
Fische19.02. - 20.03.ca. 7,9 Prozent
Widder21.03. - 19.04.ca. 8,2 Prozent
Stier20.04. - 20.05.ca. 8,3 Prozent
Zwillinge21.05. - 21.06.ca. 8,4 Prozent
Krebs22.06. - 22.07.ca. 8,8 Prozent
Löwe23.07. - 22.08.ca. 8,9 Prozent (häufigstes)
Jungfrau23.08. - 22.09.ca. 8,8 Prozent
Waage23.09. - 22.10.ca. 8,5 Prozent
Skorpion23.10. - 21.11.ca. 8,1 Prozent
Schütze22.11. - 21.12.ca. 8,1 Prozent

Das häufigste Sternzeichen in Deutschland ist der Löwe mit rund 8,9 Prozent der Geburten, das seltenste der Wassermann mit etwa 7,5 Prozent. Die Differenz wirkt klein, aber bei rund 690.000 jährlichen Geburten in Deutschland sind das knapp 10.000 Babys mehr pro Jahr.

Warum die Sommer-Sternzeichen dominieren

Die Erklärung ist die gleiche wie bei der monatsweisen Geburten-Verteilung. Juli, August und September sind die geburtenstärksten Monate, und genau in diesen Zeitraum fallen Löwe, Jungfrau und ein Teil des Krebses. Die Empfängnis-Hochsaison liegt im Oktober und November, was 9 Monate später eben in den Hochsommer mündet.

Globaler Vergleich

Die Sternzeichen-Verteilung sieht in anderen Ländern anders aus. In den USA dominiert ebenfalls der Hochsommer, allerdings mit leicht anderen Spitzen. In Indien liegt die Geburten-Spitze im Oktober, was Waage und Skorpion in Front bringt. In Skandinavien ist die Verteilung deutlich gleichmäßiger, weil die Tageslicht-Schwankung die saisonale Empfängnis-Logik durchbricht.

Wann der Sternzeichen-Wechsel im Monat stattfindet

Innerhalb eines Kalendermonats wechselt das Sternzeichen meist zwischen dem 19. und 23. Der exakte Tag schwankt um ± 1 Tag je nach astronomischer Konstellation des betreffenden Jahres. Für die normale Sternzeichen-Zuordnung im Alltag sind die Standardwerte ausreichend; wer ein Geburtshoroskop erstellen lässt, bekommt eine sekundengenaue Berechnung von einer Astrologin.

Sternzeichen und Persönlichkeit, der Status quo der Forschung

Wissenschaftlich gilt: Es gibt keinen belastbaren Zusammenhang zwischen Sternzeichen und Persönlichkeitsmerkmalen. Großangelegte Studien (Kelly 1997, Hartmann 2006) konnten die astrologischen Charakterzuschreibungen nicht reproduzieren. Was nachweisbar ist: ein leichter "Geburtsmonats-Effekt" bei manchen Krankheits-Häufigkeiten (zum Beispiel höhere Asthma-Inzidenz bei Herbst-Geborenen), erklärt durch unterschiedliche Vitamin-D-Versorgung in den ersten Lebensmonaten. Das ist aber kein astrologischer, sondern ein biologischer Effekt.

Sternzeichen-Übersicht für deinen ET

Wer wissen will, welches Sternzeichen sein Baby haben wird, findet die Aufteilung pro Geburtsmonat auf unseren Detail-Seiten: zum Beispiel Geburtstermin Mai 2026 für Stier oder Zwillinge, oder die Monatsübersicht für alle anderen Kombinationen.

Quellen

  • Statistisches Bundesamt (Destatis): Geburten in Deutschland nach Monaten und Tagen (Basis fuer Sternzeichen-Schaetzung, da keine offizielle Sternzeichen-Erhebung existiert)
  • Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung: Saisonalität der Geburten
  • Kelly IW: Modern Astrology, A Critique, Psychological Reports, 1997

Häufige Fragen

Welches Sternzeichen kommt in Deutschland am häufigsten vor?

Der Löwe (23.07. - 22.08.) mit rund 8,9 Prozent der Geburten. Das hängt damit zusammen, dass der Juli/August einer der geburtenreichsten Monate in Deutschland ist.

Welches Sternzeichen ist am seltensten?

Der Wassermann (20.01. - 18.02.) mit rund 7,5 Prozent. Auch hier ist die Erklärung statistisch: der Februar ist der geburtenärmste Monat des Jahres, auch wegen der nur 28 Tage.

Wann wechselt das Sternzeichen genau im Monat?

Zwischen dem 19. und 23. eines Monats, abhängig von der Jahres-Konstellation. Beispiel Mai: bis 20./21.05. ist man Stier, danach Zwillinge. Im Zweifel bei einem astrologischen Geburtshoroskop sekundengenau berechnen lassen.

Gibt es einen wissenschaftlichen Zusammenhang zwischen Sternzeichen und Persönlichkeit?

Nein. Großangelegte Studien (Kelly 1997, Hartmann 2006) konnten die astrologischen Persönlichkeits-Zuschreibungen nicht reproduzieren. Was es gibt, ist ein schwacher "Geburtsmonats-Effekt" auf manche Krankheits-Häufigkeiten, das ist aber biologisch erklärbar (Sonnenlicht, Vitamin D) und nicht astrologisch.

Verschiebt sich die Sternzeichen-Verteilung über die Jahre?

Geringfügig. In den letzten 30 Jahren ist die Geburten-Spitze leicht vom August in den Juli gewandert (Verschiebung um ca. 2-3 Wochen). Damit gewinnt der Krebs leicht an Anteil. Die Reihenfolge der häufigsten Sternzeichen bleibt aber stabil.

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